Die Ahr

"Reben lieben offene Berge", schrieb vor 2000 Jahren Vergil, der römische Poet. Ob die Römer, die hier siedelten, die Rebe einführten, ist nicht verbrieft. Der Weinanbau an der Ahr ist seit dem 8. Jahrhundert urkundlich belegt.

Bereits im Jahre 893 nennt ein Güterverzeichnis größere Weinberge in acht Ahrsiedlungen. Im Jahre 1602 hatte der Weinanbau dann eine so dominante Stellung, dass der Ahrweiler Stadtschreiber vermerkte: "Der Wein ist hiesiger Gegend führnehmste Nahrung".

Der Wein ist wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Region geblieben. Seit über einem Jahrtausend haben sich die günstigsten klimatischen und geologischen Gegebenheiten kaum verändert. Das Mikroklima wird maßgeblich beeinflusst durch die warme Luft des Golfstromes, ungewöhnlich viele Sonnenstunden verheißt die Lage im Regenschatten der Hocheifel. Schiefer-, Grauwacke- und Lössböden speichern zudem in den Steillagen die Sonnenstrahlen und lassen so die Wärme selbst in kühlen Nächten auf die Trauben nachwirken. Schiefergestein gibt den Rotweinen der Ahr jene fruchtige Eleganz, die sie unverwechselbar machen. Der Basaltkegel der Landskrone und die Lössböden des unteren Ahrtals bringen glutvolle Weine hervor. Die natürlichen Gegebenheiten lassen auf rund 500 ha Anbaufläche vor allem die roten Spät - und Frühburgunderweine, sowie den Portugieser, die insgesamt 95% der Ernte ausmachen, zu höchster Vollendung heranreifen. Aber auch die weiße Sorte Riesling gedeiht hier vorzüglich.

Dieses vergleichbar kleine Weinbaugebiet hat sich durch die hohe Qualität seiner Weine einen großen Namen erworben. Dies zeigt sich eindrucksvoll bei den alljährlichen Weinprämierungen. Regelmäßig werden Weine aus den rund vier Dutzend Einzellagen der Ahr mit hohen und höchsten Auszeichnungen bedacht.

Weintradition verpflichtet: Alte Kirchenbücher weisen seit Jahrhunderten als Profession der Familie Stodden die Winzerei aus. Wie unsere Ahnen erzeugen wir in den Steilhängen der Spitzenanlagen des mittleren Ahrtals unsere Weine.

Auf den kargen Schieferböden gedeihen die Spätburgunder- und Rieslingtrauben in hervorragender Weise. Intensive Pflege und große Sorgfalt während des Wachstums, sowie der richtige Zeitpunkt der Lese garantieren ausgezeichnete Qualitäten. Auch nach dem Beginn der offiziellen Hauptlese nutzen wir die Herbstsonne, um die größtmögliche Reife zu erreichen. Zahlreiche hohe und höchste Auszeichnungen der Weine sind der Beweis für die hohen Qualitätsansprüche unseres Weingutes. Aus der über Generationen gewachsenen Erfahrung reifen die Weine in französischen Eichenholzfässern. Unsere ständige Obhut und sorgfältige Pflege garantieren die beste Entwicklung bis zur endgültigen Flaschenreife. Schonende Abfüllung nach modernsten kellerwirtschaftlichen Erkenntnissen ist der Garant für hohe Lebensdauer und die Ausreifung der Weine zur maximalen Qualität.
Hierzu verpflichtet uns die alte Winzertradition des Hauses Jean Stodden Rech/Ahr.